Backstage-Bereich per COM-Add-In anpassen

Wenn man eine der Office-Anwendungen um ein selbst programmiertes COM-Add-In erweitern möchte, kann man den Backstage-Bereich nutzen, um eventuell notwendige Optionen für dieses COM-Add-In dort abzubilden. Wir würden dann einen eigenen Reiter auf der linken Seite des Backstage-Bereichs platzieren, über den wir einen eigenen Bereich anzeigen können. Diesem wiederum können wir verschiedene Steuerelemente für die Anzeige und Eingabe von Optionen hinzufügen. Dieser Artikel zeigt, wie wir ein einfaches COM-Add-In mit twinBASIC erstellen und dieses mit der Definition einer Backstage-Erweiterung ausstatten und wie diese Erweiterung beim Starten der Anwendung angezeigt wird.

Mit twinBASIC, der Entwicklungsumgebung von Wayne Philips, lassen sich einfach COM-Add-Ins erstellen, mit denen wir auch den Backstage-Bereich anpassen können.

twinBASIC in der jeweils aktuellen Version kannst Du hier herunterladen:

https://github.com/twinbasic/twinbasic/releases

Nach dem Kopieren der enthaltenen Dateien in einen beliebigen Ordner können wir twinBASIC mit einem Doppelklick auf die .exe-Datei starten. Wir landen dann im Startbildschirm, wo wir auf der Seite Samples den Eintrag Sample 5. MyCOMAddin auswählen (siehe Bild 1).

Erstellen eines COM-Add-Ins auf Basis des Beispiels

Bild 1: Erstellen eines COM-Add-Ins auf Basis des Beispiels

Im nächsten Dialog können wir bereits den Projektnamen festlegen (siehe Bild 2). Die übrigen Optionen behalten wir bei.

Festlegen des Projektnamens

Bild 2: Festlegen des Projektnamens

Damit haben wir bereits ein COM-Add-In-Projekt angelegt, das wir nun direkt testen können. Dazu schließen wir alle eventuell geöffneten Access- und Excel-Anwendungen, denn für dieses ist die Demo ausgelegt.

Danach betätigen wir den Menübefehl File|Build (siehe Bild 3). Dies erstellt, nachdem wir den Speicherort für die Projektdatei angegeben haben, das COM-Add-In.

Projekt erstellen

Bild 3: Projekt erstellen

Das bedeutet, dass die DLL für das COM-Add-In erstellt und in die Registry eingetragen wird. Diese Registry-Einträge werden beim Start der Office-Anwendungen ausgelesen und sorgen dafür, dass die im COM-Add-In angegebenen Ereignisprozeduren ausgeführt werden, sodass das COM-Add-In bereits beim nächsten Start ausführbereit ist.

Erster Test in Excel

Starten wir nun Excel und öffnen ein Workbook, sehen wir im Ribbon einen neuen Registerreiter namens twinBASIC Test, der eine Schaltfläche namens Hello World enthält. Klicken wir diese an, wird die provisorische Methode zum Anzeigen einer Meldung ausgeführt (siehe Bild 4).

Die Funktion des neuen COM-Add-Ins ist nun direkt in der jeweiligen Office-Anwendung verfügbar.

Bild 4: Die Funktion des neuen COM-Add-Ins ist nun direkt in der jeweiligen Office-Anwendung verfügbar.

Zielanwendung definieren

In twinBASIC finden wir im PROJECT EXPLORER unter Sources zwei Module. Das Modul DllRegistration enthält den Code, der das COM-Add-In für die gewünschten Office-Anwendungen installiert. Im oberen Bereich werden verschiedene Konstanten definieren mit den Pfaden der Registry, in denen die Registry-Informationen beim Registrieren eingetragen werden sollen (siehe Listing 1). Wichtig: Hier muss für AddinClassName der Name der soeben umbenannten Klasse eingetragen werden, also Backstage.

Die Funktion DllRegisterServer erledigt das Eintragen der notwendigen Informationen in der Registry (siehe Listing 2).

Wir haben hier zu Beispielzwecken einmal die Eintragungen für alle fünf Office-Anwendungen eingetragen, also für Access, Excel, Outlook, Word und PowerPoint. Es werden jeweils vier Einträge für den entsprechenden Registry-Zweig angelegt.

In Bild 5 sehen wir diese Einträge für Word. Unter AddIns befinden sich alle aktuell registrieren Add-Ins, hier auch das von uns hinzugefügte COM-Add-In namens amvBackstage.

Eintrag für ein COM-Add-In für Word

Bild 5: Eintrag für ein COM-Add-In für Word

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