ADODB: Formulare mit gespeicherten Prozeduren
Access-Formulare leben traditionell von ihrer Datensatzquelle. Du weist dem Formular eine Tabelle oder eine Abfrage zu, und Access kümmert sich um alles Weitere – Navigieren, Bearbeiten, Speichern, Löschen. Das funktioniert hervorragend, solange die Daten in einer Access-Datenbank oder in verknüpften Tabellen liegen. Arbeitest Du jedoch mit einem SQL Server und möchtest den Datenzugriff ausschließlich über gespeicherte Prozeduren abwickeln – etwa, weil Du die Datenbanklogik serverseitig kapseln, Berechtigungen feingranular steuern oder die Performance optimieren willst -, stößt dieses Modell an seine Grenzen. Gespeicherte Prozeduren lassen sich nicht als Datensatzquelle eines Formulars zuweisen, und die klassischen Access-Mechanismen zum Speichern greifen nicht. In diesem Artikel zeigen wir Dir, wie Du ein vollständiges CRUD-Formular mit Übersicht und Detailansicht baust, das komplett ohne Datensatzquelle auskommt. Stattdessen füllen wir die Unterformular-Recordsets und die Detailfelder zur Laufzeit mit dem Ergebnis gespeicherter Prozeduren, die wir über den Wrapper aus dem Artikel “ADODB: Gespeicherte Prozeduren einfach aufrufen” (www.vbentwickler.de/505) aufrufen. Das Ergebnis ist eine Formularoberfläche, die sich vom Benutzer aus anfühlt wie ein klassisches Access-Formular, intern aber ausschließlich mit serverseitigen Prozeduren kommuniziert.
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